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07.05.2020

Antrag für Digitalisierungsoffensive an den Kreisschulen

Die Koalitionspartner im Kreistag Saarlouis, bestehend aus SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und der FDP, haben im heute stattfindenden Kreisausschuss den Antrag gestellt, eine Digitalisierungsoffensive an den Kreisschulen zu einer vordringlichen Aufgabe des Landkreises zu machen. Dazu sollen in der nächsten Kreistagssitzung konkrete Festlegungen getroffen werden. Unser Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern im Landkreis Saarlouis über das bewährte System der Schulbuchausleihe ein eigenes Tablet zur Verfügung zu stellen, erklärte Kevin Kloß (SPD) in der Kreisausschusssitzung für das gesamte Bündnis.
Die Koalitionspartner plädieren dabei für eine verteilungsgerechte und nachhaltige Lösung. Der Antrag zielt darauf ab, bis zur Klassenstufe 6 schulgebundene Geräte einzusetzen, um den Schülern in diesen Klassenstufen die nötigen Medienkompetenzen zu vermitteln. Ab Klassenstufe 7 sollen sukzessive mobile Endgeräte personalisiert an alle Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden. „Wir leisten damit einen erheblichen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit, da längst nicht alle Schülerinnen und Schüler zuhause die technischen Möglichkeiten haben, erfolgreich am Home-Schooling teilzunehmen“, sagte Klaus Kessler von den Grünen, Petra Bock von der FDP fügt hinzu: „Digitales Lernen wird auch nach der Corona-Krise ein wichtiger Zusatzbaustein zum Präsenzunterricht sein.“
Aus Sicht der Koalition hat die Corona-Pandemie und das damit verbundene Home-Schooling deutliche Differenzen beim digitalen Lernen in den Schulen aufgedeckt. „Durch die zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel haben wir die Chance, eine Bildungsoffensive zu starten, Benachteiligungen auszugleichen und die jungen Menschen im Landkreis besser auf die künftigen Anforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft vorbereiten“, erklären Kloß und Kessler in der Sitzung. „Digitales Lernen bietet zudem neue Modelle, um die Schülerinnen und Schüler auch stärker individuell zu fördern“,  so Kevin Kloß (SPD).
Finanziert werden könne das Antragsvorhaben aus Sicht der Koalitionspartner durch  laufende Bundesprogramme, Mitteln des Landes, aber auch kreiseigenen Mitteln. Das aktuelle Sofortprogramm des Bundes stellt dem Saarland rund 6 Millionen Euro für die Ausstattung von Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten bereit. „Dieses Programm bietet jetzt eine große Chance, allen Schülerinnen und Schülern im Landkreis eine einheitliche Geräteausstattung für moderne Lernformen zur Verfügung zu stellen. Wir stärken damit auch die individuellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern, und letztendlich auch unseren Wirtschaftsstandort“, betonten Kessler und Kloß in der heutigen Kreisausschusssitzung für die Koalition.

Admin - 17:59 | Kommentar hinzufügen


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