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15.02.2020

Wasserstofftankstelle im Landkreis Saarlouis

Der Kreistag Saarlouis hat einstimmig einem Antrag der Koalition aus SPD, Grüne, Linke und FDP für den Haushalt 2020 zugestimmt, indem 20.000 € für einen Experten eingeplant werden, der die Errichtung einer Wasserstofftankstelle im Landkreis Saarlouis überprüfen soll.
Ausgehend von der SPD-Kreistagsfraktion wird damit ein weiterer Schritt getan den Landkreis Saarlouis mithilfe von innovativen Techniken umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten.

Wasserstoff kann bei überschüssiger Stromerzeugung aus Photovoltaik oder Windenergieanlagen durch Elektrolyse erzeugt und anschließend vielschichtig wieder benutzt werden. Wasserstoff als Kraftstoff ist deswegen interessant, weil er wie Benzin in Minuten betankt wird, hohe Reichweiten ermöglicht und sich dazu noch umweltfreundlich verbrennen lässt ohne dass Kohlenwasserstoffe oder Stickoxide erzeugt werden.

“Ob in der Industrie oder im Verkehr, Wasserstoff ist ein zukunftsfähiger Energieträger!”, sagt Johannes Sicks von der SPD-Kreistagsfraktion. “Wir müssen heute damit anfangen im großen Maßstab umwelt- und klimafreundliche Alternativen im Energiesektor zu fördern und das nicht nur in der Forschung und Entwicklung, sondern auch in der Markttauglichkeit und im Bewusstsein bei den Menschen”, meint Sicks. “Wasserstoffautos werden nur dann gekauft, wenn auch die entsprechende Tankinfrastruktur vorhanden ist.”

Gleichzeitig ist der Fokus auf Wasserstoff keine Vernachlässigung der E-Mobilität. “Eine breit aufgestellte Techniklandschaft ist der richtige Weg. Wasserstoff und E-Mobilität haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, die sich gegenseitig kompensieren können. So eignet sich Wasserstoff für große Fahrzeuge, die lange Strecken zurücklegen müssen, aber auch in der Lagerlogistik, wo rund um die Uhr gearbeitet wird und daher Fahrzeuge schnell wieder betankt werden müssen”, so Sicks weiter.
Ein Problem bei Elektroautos ist hingegen, dass die Batterien sehr viel größer und schwerer werden müssen um weite Reichweiten abdecken zu können. Als Folge verliert das Auto an Effektivität, da die Batterie sich selbst auch bewegen muss. “Es ist gar nicht von Nöten, dass Elektroautos lange Strecken zurücklegen müssen, wenn es andere Technologien dafür gibt. Es reicht aus, wenn Kurzstrecken und der tägliche Weg zur Arbeit zurückgelegt werden können, bevor man das Auto wieder auflädt. Dann reichen auch relativ kleine Batterien in Kleinwagen”, sagt Sicks abschließend.

Admin - 17:07 | Kommentar hinzufügen


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